Der Take-off in Kabul: Wie ohne Geld aber mit viel Leidenschaft alles begann...


Im Oktober 2002 reisten Christian Gerig und Manuel Kliese lange über Land quer durch Afghanistan. Der Wunsch nach einer Partnerschaft mit einer Unternehmung in Afghanistan, die für den Export produziert, entstand auf einer Fahrt mit dem Sammeltaxi nach Bandi-Amir. Das Produkt sollte ein Symbol für den Umbruch in Afghanistan sein. Es sollte das Selbstbewusstsein eines stolzen Volkes zum Ausdruck bringen. Und vor allem sollte die Logik der üblichen Entwicklunsghilfe umgekehrt werden. Das heisst, dass die lokalen Ressourcen genutzte und nicht Geld vom Ausland nach Afghanistan geschickt werden sollte.

In einer glücklichen Stunde entstand die Idee von «MADE BY WOMEN IN AFGHANISTAN». In einem Satz war die Vision verpackt und das Programm skizziert.
Mit dem Rest der Reisekasse wurden erste Fakten geschaffen. Eine 4-Zimmer-Wohnung wurde angemietet, Teppiche verlegt, Vorhänge gekauft, die Küche eingerichtet, ein Ofen installiert und eine halbe Tonne Holz für den nahenden Winter eingelagert.
Die Schwester eines Bekannten begann mit der Organisation des BAHAR-Teams, welches am 15. Oktober die Arbeit aufnehmen konnte. Der Start war geglückt. Schon vor dem Start hatten sich Christian Gerig und Manuel Kliese zurückgezogen und auf den Kern Ihrer Vision - die Partnerschaft - zurückbesonnen.
Die Entscheidungen des BAHAR-Teams sind nachhaltig, weil sie sich konsequent an den lokalen Bedürfnissen orientieren und diese dann einbringen in die Partnerschaft.